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Dienstag, 5. Mai 2009
05.05.09 Foncebadon nach Ponferrada
raffaelo3, 20:29h
Das ist ja vielleicht ein Ding, mit diesem Blogger.
Wollter der mich doch heute wieder nicht online lassen.
Jetzt bin ich aber da.
Ja, ich bin auch immer ein bisschen traurig (um nicht zu sagen genervt), wenn ich keinen Beitrag schreiben kann.
Liebe Konstanze, ja, ich habe schon darueber nachgedacht, fuer Santiago noch einmal die Taschentuch-Ration aufzustocken....mir wird heute schon ganz mulmig, wenn ich nur daran denke.
Da wird auch ein 31 Kilometer-Mann schwach kicher
Heute Nacht hatten wir im Refugio mal wieder nette Spanier. Heute morgen, kurz nach 6 Uhr haben sie uns alle ihre neuen Taschenlampen vorgefuehrt.
NERV!! Auch die Gespraeche vor dem Aufstehen waren nicht gefluestert. Das haben die hier (aber auch oft die Italiener) nicht noetig. Der Camino gehoert ja denen. Da muss man sich um die anderen Pilger nicht kuemmern.
Wir hatten dann im Refugio ein fulminantes Fruehstueck. Es wurde uns geschnittenes Baguette in einer Plastiktuete hingelegt und drei Glaeser Marmelade auf den Tisch. Zum Fruehstueck hat man dann den Strom abgeschaltet, damit wir auch ja kein Licht anmachen.
Liebe Konstanze, heute morgen habe ich dann in der kaelte von ca 1400 Hoehenmetern, oft an Dich und Deine total liebe Art -du hast dich noch nicht mal getraut, das Licht um 6.30 Uhr im Zimmer an zu machen- gedacht. Eine nette Hospitalera haette auch in diesen kalten Raum total viel Waerme bringen koennen. (ich komme langsam wieder in Fahrt, mit dem Schleimen lach)
Hast Du ueberhaupt unsere Karte von Cemi, Ann-Sophie und mir erhalten (soll ich dich von Ann-Sophie fragen?!)
Jedenfalls ging es dann ziemlich schnell auf den Weg. Heute waren wir ja schon in den Bergen. Noch ein paar Meter hoch steigen und wir waren am Cruz de Ferro. Dies ist der Ort, an dem die Pilger ihre von zuhause mitgebrachten Steine ablegen. Hiermit geht eine Tradition einher, bei der man symbolisch persoenliche Lasten ablegt.
Ich habe mein Steinchen aus Mutters Garten schoen mit ein paar Sachen "gefuellt" und diese dann dort abgelegt.
Da laeuft man gleich wieder ein bisschen leichter :-))
Also wir waren heute ziemlich hoch oben. Die Berge, auf die wir nun schon seit einigen Tagen zugewandert sind, haben wir nun bestiegen und wir sind fast auf gleicher Hoehe mit den schneebedeckten Gipfeln.
Es ist hier auch recht kuehl.
Es geht aber stetig bergab. Da muss man schon sehr auf seine Knie aufpassen, damit diese keinen Schaden erleiden.
im ersten Dorf haben wir dann mal richtig gefruehstueckt. Kaffee und ein grosses Bogatillo mit Schinken. Lecker.
Dann geht es weiter bergab (aber nur in Sachen Weg). Mir geht es gut, es wird immer waermer und man legt eine Schale nach der anderen ab, bis man wieder ganz in Sommerbekleidung laeuft.
Es ist nun ziemlich warm. Nein, ich klage nicht :-))
Es ist hier auf dem ganzen Weg eine Wunderschoene Aussicht und sehr schoene Pflanzen. Der Duft ist einmalig und man erfreut sich richtig am Fruehling.
Ich bin total froh, dass ich hier sein darf und danke jeden Tag dem Herren, dass ich diesen Weg ueberhaupt noch laufen darf. :-)))
Wir kommen dann so gegen 13 Uhr in Ponferrada an. Somit sind wir heute mal wieder Halbtagspilger. Grins.
Den Nachmittag nehmen wir uns doch gleich mal frei. Lach
Auch nach dem Duschen sind die Beine, Fuesse und vor allem die Knie absolut in Ordnung!!!! ich freue mich total.
Die Waesche uebernimmt heute mal wieder die Waschmaschine (wir haben ja frei lach).
Dann gehen wir ein bisschen in Ponferrada bummeln.
Es gibt hier eine alte Templerburg. Auch ansonsten ist das Staedtchen hier recht nett.
Irgendwie hat sich seit Leon die ganze Landschaft und die Orte und Staedte total gewandelt.
Es ist in den Orten nicht mehr so tot. Die Haeuser sind in der Regel renoviert. Auf dem Berg sind es richtige Bergdoerfer gewesen. Ganz huebsch. Vielleicht kann ich euch da noch ein paar Eindruecke nachliefern.
Wie ihr Euch sicherlich denken koennt, denke ich jetzt schon wieder ans Abendessen. habe schon wieder Hunger. Lach.
Heute haben wir darueber gesprochen, dass lt. Reisefuehrer Ponferrada die letzte groessere Stadt/Ort ist vor Santiago. Wir werden dort wohl so in ca. 9 Tagen eintreffen. Von hier aus sind es jetzt noch ca. 215 Kilometer. Uns wird allen schon so langsam bange. Man merkt es auch ganz deutlich, denn im Reisefuehrer sind wir jetzt schon ziemlich weit in der 2. Haelfte des Buches angelangt.
Aber auch damit muss man sich auseinander setzen, auf so einer Reise.
Wir haben in den letzten Tagen auch mal wieder erfahren, warum der Storch auch Klapperstorch heisst. Faellt mir gerade so ein. Wie ich schon berichtete, gibt es hier ja unzaehlige Stoerche. Und was koennen die schoen Klappern...
Seit gestern oder vorgestern wissen wir auch, warum die uns hier so begleiten - denn nichts geschieht umsonst auf diesem Wege. Cornelia, ein Mitglied (oder eine Mitgliedin lach) hat erfahren, dass sie im Dezember Oma wird. Von hier aus meinen herzlichen Glueckwunsch, liebe "bald" Oma. :-)))
...und hier seht ihr (ich glaube nur so halb) die "bald" Oma Cornelia neben mir (mir ist da ein Fehler beim hochladen passiert...sorry)

Eselsohren made by Onkel Wim
Also ihr Lieben, draussen ist herrlicher Sonnenschein. Ich werde mal meinen leichten Sonnenbrand im Nacken behandlen und ich habe jetzt Durst und werde mir mal ein Bierchen genehmigen.
Es warten schon einige, damit ich den Rechner hier frei mache. Somit komme ich fuer heute so langsam zum Schluss.
Soviel von heute vom Camino.
Es gruesst Euch von Herzen
buen camino
Thomas
Wollter der mich doch heute wieder nicht online lassen.
Jetzt bin ich aber da.
Ja, ich bin auch immer ein bisschen traurig (um nicht zu sagen genervt), wenn ich keinen Beitrag schreiben kann.
Liebe Konstanze, ja, ich habe schon darueber nachgedacht, fuer Santiago noch einmal die Taschentuch-Ration aufzustocken....mir wird heute schon ganz mulmig, wenn ich nur daran denke.
Da wird auch ein 31 Kilometer-Mann schwach kicher
Heute Nacht hatten wir im Refugio mal wieder nette Spanier. Heute morgen, kurz nach 6 Uhr haben sie uns alle ihre neuen Taschenlampen vorgefuehrt.
NERV!! Auch die Gespraeche vor dem Aufstehen waren nicht gefluestert. Das haben die hier (aber auch oft die Italiener) nicht noetig. Der Camino gehoert ja denen. Da muss man sich um die anderen Pilger nicht kuemmern.
Wir hatten dann im Refugio ein fulminantes Fruehstueck. Es wurde uns geschnittenes Baguette in einer Plastiktuete hingelegt und drei Glaeser Marmelade auf den Tisch. Zum Fruehstueck hat man dann den Strom abgeschaltet, damit wir auch ja kein Licht anmachen.
Liebe Konstanze, heute morgen habe ich dann in der kaelte von ca 1400 Hoehenmetern, oft an Dich und Deine total liebe Art -du hast dich noch nicht mal getraut, das Licht um 6.30 Uhr im Zimmer an zu machen- gedacht. Eine nette Hospitalera haette auch in diesen kalten Raum total viel Waerme bringen koennen. (ich komme langsam wieder in Fahrt, mit dem Schleimen lach)
Hast Du ueberhaupt unsere Karte von Cemi, Ann-Sophie und mir erhalten (soll ich dich von Ann-Sophie fragen?!)
Jedenfalls ging es dann ziemlich schnell auf den Weg. Heute waren wir ja schon in den Bergen. Noch ein paar Meter hoch steigen und wir waren am Cruz de Ferro. Dies ist der Ort, an dem die Pilger ihre von zuhause mitgebrachten Steine ablegen. Hiermit geht eine Tradition einher, bei der man symbolisch persoenliche Lasten ablegt.
Ich habe mein Steinchen aus Mutters Garten schoen mit ein paar Sachen "gefuellt" und diese dann dort abgelegt.
Da laeuft man gleich wieder ein bisschen leichter :-))
Also wir waren heute ziemlich hoch oben. Die Berge, auf die wir nun schon seit einigen Tagen zugewandert sind, haben wir nun bestiegen und wir sind fast auf gleicher Hoehe mit den schneebedeckten Gipfeln.
Es ist hier auch recht kuehl.
Es geht aber stetig bergab. Da muss man schon sehr auf seine Knie aufpassen, damit diese keinen Schaden erleiden.
im ersten Dorf haben wir dann mal richtig gefruehstueckt. Kaffee und ein grosses Bogatillo mit Schinken. Lecker.
Dann geht es weiter bergab (aber nur in Sachen Weg). Mir geht es gut, es wird immer waermer und man legt eine Schale nach der anderen ab, bis man wieder ganz in Sommerbekleidung laeuft.
Es ist nun ziemlich warm. Nein, ich klage nicht :-))
Es ist hier auf dem ganzen Weg eine Wunderschoene Aussicht und sehr schoene Pflanzen. Der Duft ist einmalig und man erfreut sich richtig am Fruehling.
Ich bin total froh, dass ich hier sein darf und danke jeden Tag dem Herren, dass ich diesen Weg ueberhaupt noch laufen darf. :-)))
Wir kommen dann so gegen 13 Uhr in Ponferrada an. Somit sind wir heute mal wieder Halbtagspilger. Grins.
Den Nachmittag nehmen wir uns doch gleich mal frei. Lach
Auch nach dem Duschen sind die Beine, Fuesse und vor allem die Knie absolut in Ordnung!!!! ich freue mich total.
Die Waesche uebernimmt heute mal wieder die Waschmaschine (wir haben ja frei lach).
Dann gehen wir ein bisschen in Ponferrada bummeln.
Es gibt hier eine alte Templerburg. Auch ansonsten ist das Staedtchen hier recht nett.
Irgendwie hat sich seit Leon die ganze Landschaft und die Orte und Staedte total gewandelt.
Es ist in den Orten nicht mehr so tot. Die Haeuser sind in der Regel renoviert. Auf dem Berg sind es richtige Bergdoerfer gewesen. Ganz huebsch. Vielleicht kann ich euch da noch ein paar Eindruecke nachliefern.
Wie ihr Euch sicherlich denken koennt, denke ich jetzt schon wieder ans Abendessen. habe schon wieder Hunger. Lach.
Heute haben wir darueber gesprochen, dass lt. Reisefuehrer Ponferrada die letzte groessere Stadt/Ort ist vor Santiago. Wir werden dort wohl so in ca. 9 Tagen eintreffen. Von hier aus sind es jetzt noch ca. 215 Kilometer. Uns wird allen schon so langsam bange. Man merkt es auch ganz deutlich, denn im Reisefuehrer sind wir jetzt schon ziemlich weit in der 2. Haelfte des Buches angelangt.
Aber auch damit muss man sich auseinander setzen, auf so einer Reise.
Wir haben in den letzten Tagen auch mal wieder erfahren, warum der Storch auch Klapperstorch heisst. Faellt mir gerade so ein. Wie ich schon berichtete, gibt es hier ja unzaehlige Stoerche. Und was koennen die schoen Klappern...
Seit gestern oder vorgestern wissen wir auch, warum die uns hier so begleiten - denn nichts geschieht umsonst auf diesem Wege. Cornelia, ein Mitglied (oder eine Mitgliedin lach) hat erfahren, dass sie im Dezember Oma wird. Von hier aus meinen herzlichen Glueckwunsch, liebe "bald" Oma. :-)))
...und hier seht ihr (ich glaube nur so halb) die "bald" Oma Cornelia neben mir (mir ist da ein Fehler beim hochladen passiert...sorry)

Eselsohren made by Onkel Wim
Also ihr Lieben, draussen ist herrlicher Sonnenschein. Ich werde mal meinen leichten Sonnenbrand im Nacken behandlen und ich habe jetzt Durst und werde mir mal ein Bierchen genehmigen.
Es warten schon einige, damit ich den Rechner hier frei mache. Somit komme ich fuer heute so langsam zum Schluss.
Soviel von heute vom Camino.
Es gruesst Euch von Herzen
buen camino
Thomas
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